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Sonntag, 8. April 2012

Der Metalkurskochratgeber - Lektion IV: Osterhase zerlegen mit Max Cavalera



Wer Kochen nicht als lästige Angelegenheit empfindet und den Akt der Speisezubereitung zelebriert - sei es, dass die Messer vorab geschliffen werden oder ein Glaserl Wein dazu getrunken wird -, der kommt nicht umhin, sich über die passende Musik Gedanken zu machen. Heavy Metal (mit allen Absplitterungen) bietet hier eine hervorragende musikalische Untermalung - vermag die Tätigkeit sogar zu einem Ritual zu erheben, wenn man einige Grundsätze befolgt. Lektion IV: 

Es gibt Menschen, die nehmen eine Gitarre in die Hand und werden dabei 30 Zentimeter größer. Phil Anselmo, beispielsweise, aber auch Robb Flynn oder Max Cavalera. Und es gibt Menschen, die nehmen ein Ausbeinmesser in die Hand und wissen plötzlich, weshalb sie auf der Welt sind. Ein Ritual, meine Freunde, es ist ein Ritual, und wer das Kochen ritualisieren mag, kommt nicht drum herum, gelegentlich auch mal ein ganzes Tier zu zerlegen. Und welcher Zeitraum des Jahres würde sich besser eignen, als hier und jetzt? Kurz: Heute! Denn ein Osterhäschen hat auf jedem durchschnittlichen Schneidebrett Platz! Oder ein Oster-Lämmlein - aber der Metzger sollte es vorher in grobe Einzelteile zerlegen, sonst wird´s ein Massaker.  

Als musikalische Untermalung ist in jedem Fall Pantera (The Great Southern Trendkill), Marylin Manson (The Golden Age Of Grotesque) oder Machine Head (Unto The Locust) zu empfehlen. Wobei ich persönlich Sepultura (Roots) bevorzuge - ein Erlebnis der besonderen Art! Der moderne Mensch kommt kaum näher an seine archaischen Urgefühle heran, es kitzelt dabei im Stammhirn! Die Lautstärke sollte rund 100 Dezibel betragen, was einem Presslufthammer entspricht. Doch Vorsehen: Diese unglaubliche Platte kann ein bestialisches Inferno zerstörerischer Wut entfalten. Zur Sicherheit sollte sich eine weitere Person in der Wohnung befinden. Es ist auch sinnvoll einen gut bestückten Verbandskasten zur Hand zu haben, dessen Inhalt auf jedwede Eventualität vorbereitet ist. In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Samstag, 11. Februar 2012

Der Metalkurskochratgeber - Lektion III: Der Blutwurstbrot-Sampler von Marco Müller


Wer Kochen nicht als lästige Angelegenheit empfindet und den Akt der Speisezubereitung zelebriert - sei es, dass die Messer vorab geschliffen werden oder ein Glaserl Wein dazu getrunken wird -, der kommt nicht umhin, sich über die passende Musik Gedanken zu machen. Heavy Metal (mit allen Absplitterungen) bietet hier eine hervorragende musikalische Untermalung - vermag die Tätigkeit sogar zu einem Ritual zu erheben, wenn man einige Grundsätze befolgt. Lektion III: 

Auf diese Lektion freue ich mich ganz besonders, denn wir schreiten endlich zur Tat. Also Messer schärfen, Schürze umbinden und ab in den Küche, denn Meisterkoch Marco Müller aus der Berliner Weinbar Rutz hat nicht nur das Rezept für sein Blutwurstbrot rausgerückt, sondern zur Kochsession die passende musikalische Untermalung zusammengestellt. Da braucht´s nicht mehr Worte:


Hier geht´s zum Rezept.


Hier schüttelt Marco dem Papst die Hand. 


Und hier kommt der Radau:


Freitag, 16. Dezember 2011

Der Metalkurskochratgeber - Lektion II: Die Ausnahmen der Grundregel

Wer Kochen nicht als lästige Angelegenheit empfindet und den Akt der Speisezubereitung zelebriert - sei es, dass die Messer vorab geschliffen werden oder ein Glaserl Wein dazu getrunken wird -, der kommt nicht umhin, sich über die passende Musik Gedanken zu machen. Heavy Metal (mit allen Absplitterungen) bietet hier eine hervorragende musikalische Untermalung - vermag die Tätigkeit sogar zu einem Ritual zu erheben, wenn man einige Grundsätze befolgt. Lektion II:

Wie wir bereits in der ersten Lektion gelernt haben, ist die wichtigste Grundregel: Das Kochen steht im Vordergrund, nicht die Musik. Besonders Einsteiger müssen deswegen ihren Puls mit gleichmäßig harten Drums und Gitarrenriffs belasten, denn Ziel ist ja nicht nur, dass das Kochen Freude bereitet und die teils hektische Tätigkeit harmonisch untermalt wird, sondern am Ende muss das Essen gut schmecken (siehe Lektion I).

Aber bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Es gilt deswegen hier einige musikalische Beispiele anzuführen, die den Koch in eine Art Trance versetzen und aufgrund dessen mit Vorsicht zu genießen sind:

Mit Faith No More (Angel Dust), Metallica (Master Of Puppets), Rage Against The Machine (Rage Against The Machine), Pantera (Vulgar Display of Power), Life of Agony (River Runs Red) aber auch durchaus Snot (Get Some), Down (Nola) oder Lost Prophets (Start Something) gehen Tätigkeit und Musik eine Symbiose ein, was den Schaffensprozess in der Küche mit übermenschlicher Energie auflädt, nein, falsch: Diese gewaltigen Werke der Rockgeschichte sind wahrlich groß und erheben den Koch kurzzeitig zum Herrscher der Welt, zum Schöpfer des Universums, was dazu führt, dass das Essen immer gelingt.

Um die gewünschte Reizung der Sinnesorgane herbeizuführen - und aus schlichtem Respekt vor den Musikern - muss die Lautstärke zwischen 70 und 80 Dezibel betragen, was einem lauten PKW entspricht. Leichte Salate, jegliche Tofu-Gerichte & süße Nachspeisen dürfen zu diesen Platten nicht zubereitet werden, das wäre einfach würdelos - man geht ja auch nicht mit Fetzenjeans in die Oper.

Achtung: Über einen längeren Zeitraum ist die menschliche Psyche – ohne entsprechendes Training - nicht in der Lage dieser Belastung Stand zu halten. Es sollte deswegen vorerst mit Einheiten von maximal 15 bis 30 Minuten experimentiert werden. Gut lassen sich in diesem engen Zeitrahmen Kurzbratgerichte zubereiten, also alle Arten Steaks - aber auch ein Geschnetzeltes oder ein Curry ist durchaus hinzukriegen.
   
Wer sich bezüglich des Zeitlimits Sorgen macht, kann die Vorbereitungsarbeiten (Gemüse putzen und schneiden und so weiter und so fort) im Zweifel auch zu einem leichten Speed- oder Trash-Metal erledigen und erst danach mit der Kerntrainingseinheit beginnen.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Der Metalkurskochratgeber - Lektion I: Die Grundregel für Anfänger

Wer Kochen nicht als lästige Angelegenheit empfindet und den Akt der Speisezubereitung zelebriert - sei es, dass die Messer vorab geschliffen werden oder ein Glaserl Wein dazu getrunken wird -, der kommt nicht umhin, sich über die passende Musik Gedanken zu machen. Heavy Metal (mit allen Absplitterungen) bietet hier eine hervorragende musikalische Untermalung der Tätigkeit - vermag die Tätigkeit sogar zu einem Ritual zu erheben, wenn man einige Grundsätze befolgt - Lektion I:

Das Kochen steht im Vordergrund, nicht die Musik.

Einsteiger sollten deswegen vorerst Bands und Platten wählen, die den Puls gleichmäßig belasten - bspw. Danko Jones (Below The Belt), Dream Theater (Images And Words), Helloween (Keeper Of The Seven Keys Pt. I & II), Running Wild (Masquerade, Pile Of Skulls), Billy Talent (Billy Talent II), Blind Guardian (Somewhere Far Beyond), Kyuss (Sky Valley) oder Stone Temple Pilots (Purple).

Von noch härterer Musik mit starken Tempi-Wechseln ist besonders Anfängern abzuraten, die Lautstärke darf zudem das Maß von rund 60 Dezibel nicht überschreiten, da sonst schnell die Nerven blank liegen und der Kochprozess für einige Minuten unterbrochen werden muss, was durchaus die Speisequalität beeinflusst. Oder es wird aus allen Lebensmitteln unversehens Hackfleisch zubereitet, ungeachtet des Rezepts. Also: Vorsicht!

Da das Musikprinzip Heavy Metal andere Meinungen zwar nicht zulässt, andere Meinungen auch selten toleriert, aber zumindest anhört, um sich selbst zu bestätigen, sind Kommentare und Musikvorschläge zu diesem Thema erwünscht. Pasta kochen zu irgendeiner Platte von Bon Jovi gilt jedoch als geschmacklos. Nachrichteninhalt solcherart zerstört sich von selbst, das versteht auch sich von selbst.